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Partnerstadt Gerla /Rumänien

 

 

 

 Esperanto Brücke zwischen Forchheim und Gherla

Evi Geist besuchte Esperantofreunde

In der Welthilfssprache Esperanto begegneten sich in der Partnerstadt Gherla/Rumänien die Sprecherin der Forchheimer Esperantogruppe, Evi Geist, und die Esperantisten der rumänischen Stadt. Die in Forchheim lebende Österreicherin kam tief beeindruckt zurück. Sie erlebte große Not, spürte aber auch Besserungen - dank der Forchheimer Hilfe. Auch der Bau des neuen gemeinsamen Friedenshauses Europa von unten her wächst. Das Band einer gemeinsamen neutralen Brückensprache wurde bei dieser Begegnung verstärkt. Die Forchheimer Esperantistinnen haben bekanntlich eine Esperantogruppe in Gherla initiiert. Bei ihrem achttägigen Besuch in Gherla überreichte Evi Geist an die dortige Esperantogruppe weiteres Lehrmaterial in Form von Büchern, Hör- und Videokassetten sowie Schreibmaterial. Die rumänischen Esperantisten freuten sich sehr über den Besuch aus Franken in Deutschland und zeigten sich sehr gastfreundlich. Evi Geist war von dieser Aufgeschlossenheit begeistert. Zwischenzeitlich hat Sinjorino Mariana Berariu, die Vorsitzende der Esperantogruppe Gherla, am dortigen Gymnasium eine Esperanto-Jugendgruppe mit 22 Mttgliedern gegründet.. Bei den Besuchen in Kliniken und anderen Einrichtungen war die "Europasprache" Esperanto hilfreich. Mehrere Ärzte können diese Sprache.  

Bild der Esperanto-Jugendgruppe Gherla

 

Evi Geist berichtet von ihren Eindrücken und Erlebnissen:

Im Allgemeinen Krankenhaus und im Kinderkrankenhaus erkannte sie: Hier ist Hilfe nötig. Die Kinder werden noch von Kopf bis Fuß gewickelt, damit sie es schön warm haben, denn es fehlt an Säuglings- und Kinderkleidung. Im Untersuchungszimmer der Kinderärztin gibt es nur eine Liege und ein Stethoskop. Es herrschen noch Zustände wie in Deutschland vor 40 Jahren.Gut im Schuss ist die Armenküche in Gherla, für die der BRK-Kreisverband Forchheim die Patenschaft innehat, konstatiert Sinjorino Geist. Auch das Kinderheim hat inzwischen für jedes Kind ein eigenes Bett - bis vor Kurzen mussten drei Kinder in einem Bett schlafen. Von Rot-Kreuz-Helfern wurden die Sanitäranlagen eingebaut, so dass die Bewohner wenigstens ihre Notdurft menschenwürdig verrichten können. Auch Duschen gibt es inzwischen. Sie waren bisher den Waisenkindern fremd.

Nach wie vor fehlen Kinderkleidung und Schuhe. Mangelware sind weiterhin Medikamente, medizinische Geräte und Hilfsmittel.

Evi Geist ruft zur helfenden Tat auf: Wer zuhause etwas entsprechendes hat möge bitte an Gherla denken und die Sachen entweder zur Familie Geist, Kasernstraße 19, bringen oder direkt zum Roten Kreuz. Die Esperantogruppe Forchheim hat sich zum Ziel gesetzt für den nächsten Hilfstransport aus Forchheim nach Gherla - voraussichtlich Ostern 2001 - eifrig zu sammeln. Demnächst in Dezember kommt eine Lehrerin der Esperantogruppe Gherla nach Forchheim. Diese wird schon einiges in ihre notleidende Heimat mitnehmen, damit auch dort etwas Weihnachten werden, kann. "Nur einen Tropfen auf den heißen Stein, doch steter Tropfen höhlt auch diesen Stein" denkt optimistisch Frau Geist. Tief beeindruckt war die Europäerin aus Forchheim auch von der Kultur Rumäniens. In Gherla und Klausenburg (Cluj) wurden verschiedene Kirchen besucht: griechisch-orthodoxe, katholische und armenisch-ungarische. Ein Opernbesuch stand auch auf dem Programm sowie die Erkundung einesSalzbergwerkes und die Führung durch eine Käserei. Von der Wand desForchheimerzimmers in Gherla lachen die Ehrenbürger aus Forchheim: Oberbürgermeister Franz Stumpf und Gerhard Käding. Das schöne Herbstwetter lockte auch an einen See, wo ein Grillfest arrangiert wurde.

Esperantokinder überreichten der Friedensbotschafterin aus Forchheim, Evi Geist, zum Dank eine Porzellanschale. Auf einem deutschen Soldatenfriedhof legte Gerhard Käding einen Kranz nieder und gedachte an die Opfer des 2. Weltkrieges. Bürger von Gherla pflegen inzwischen die Kriegsgräber, die vor Jahren vom Roten Kreuz freigelegt wurden.

Evi Geist: "Es war eine erlebnisreiche Woche. Unsere Unterstützung wird sich nicht nur auf Esperanto beschränken sondern soll ganzheitlich wirken."

Dieser Bericht wurde für die örtliche Presse erarbeitet von:

Franz Och
franken presse och (fpo)
Trattach 5
DE-91362 Pretzfeld