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Bericht über den Stadtrundgang der Esperanto-Gruppe Forchheim am 9.11.2008 in Ebermannstadt

Der alljährliche Ausflug der Esperanto-Gruppe Forchheim führte in diesem Jahr in das benachbarte Ebermannstadt. Unter fachkundiger Führung von Andreas Knauer durchstreiften die Teilnehmer, darunter auch Gäste aus Erlangen und Nürnberg, bekannte und unbekannte Teile der Stadt. Andreas weiß um dessen verborgene und offene Schätze, und so führte er die Gruppe zielsicher zu einigen sehenswerten Denkmälern aus Geschichte und Gegenwart. Hierzu zählte neben der Pfarrkirche St. Nikolaus das in Teilen älteste Gebäude der Stadt, die Marienkapelle, deren Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert stammt. Der Weg führte aber auch in die Scheunenviertel, jene Stadtviertel, die in alten Zeiten wegen der hohen Brandgefahr außerhalb des eigentlichen Wohngebietes angelegt wurden. Ebermannstadt besitzt zwei solcher Viertel, die dem unkundigen Besucher sonst normalerweise verborgen bleiben. Weiter ging es durch manch unbekannte Gasse, vorbei an alten Brauhäusern und Wirtschaftsgebäuden. Und auch zu neueren Denkmälern, wie etwa die den Namengebenden Schweinehirten, den „Ebermann“ verewigenden Skulpturen, wusste Andreas Interessantes zu berichten. Natürlich wurde auch das Wahrzeichen der Stadt, das Wasserschöpfrad in der Wisent, in Augenschein genommen, ebenso wie die erhaltenen Fachwerkhäuser, die aus der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg erhalten sind. Anhand alter Bilder aus seinem privaten Archiv konnte Andreas auch einige sehr interessante Detailinformationen zur Veränderung des Stadtbildes beitragen, insbesondere des Marktplatzes und seiner Brunnen, die erst 1998 ihre heutige Gestalt erhielten. – Der Tag wurde beschlossen mit einem gemeinsamen Essen im Gasthaus „Zur Sonne“.

 

Bernd Krause

www.geschichtswissenschaften.com